Der Landwirtschaftliche Bereich

Die Grundlage des dörflichen  Lebens waren bis ins 20. Jahrhundert hinein die Erzeugnisse der Landwirtschaft. Deshalb beginnt der Rundgang durch das Heimatmuseum Holzgerlingen mit einer Dokumentation zum Getreideanbau. Vom Pflügen bis zum Ernten - alle anfallenden Arbeiten werden hier anschaulich dargestellt. Erklärungen zu Nebenerwerbslandwirtschaft und Realteilung stellen die Arbeit der Bauern in einen sozialgeschichtlichen Kontext.

Pflügen

Der Boden muss für die Wurzeln der Saat gelockert werden

Eggen

Die grobe Ackerscholle ebnete die Egge ein. Damit liegt die Aussaat gleichmäßig tief.

 

Säen

Früher wurde sich der Säsack oder die Säwanne umgehängt.

Faustregel: 7 Körner auf einen Fuß(abdruck).

Auf dem Acker wurde auch das Vesper eingenommen 

Ernten

Die Sichel gewährleistete, dass kein Korn bei der Ernte verloren ging .

Mit der Sense ging es schon viel schneller.

Die Schneide musste immer scharf sein für einen guten Schnitt.

Die Unebenheiten der Schneide wurden durch Dengeln  beseitigt.

Dreschen

Das Getreide wurde zum Trocknen in Garben aufgestellt. Mit Dreschflegeln wurden auf der Tenne die Ähren ausgeschlagen.

Reinigen

Sand, kleine Steine, Halme wurden durch Hochwerfen entfernt. Daher kommt auch der Spruch „Die Spreu vom Weizen trennen.“ Später übernahmen Maschinen („Putzmühle“) diese Arbeit.

Lagern

Die Getreidekörner wurden in Säcke abgefüllt. Die Eigentümer der Säcke waren aufgedruckt.